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BIOS-Version des PoFo

Hinter dem BIOS versteckt sich das Basically Input/Output System, das man auch allgemeinhin als Computerbetriebssystem bezeichnet. Viele betrachten und bezeichnen das DOS als Betriebssystem, aber das Disk Operating System ist nur ein kleiner Teil des Betriebssystems, auch wenn wir PoFo-User fast täglich damit konfrontiert werden.

Das BIOS testet den PoFo bei jedem Kaltstart auf Fehler ab, organisiert den Speicher neu, ruft diverse Routinen auf und stellt seine Routinen für andere zur Verfügung.

Danach startet unser eingebautes DOS, welches sich kräftig beim BIOS bedient und dessen Routinen mitverwendet. Welches BIOS der eigene PoFo hat, bekommt man mit dem Befehl VER angezeigt:

 DIP Operating System 2.11 v1.130
 Copyright (c) DIP 1989

Unser DOS ist demnach die Version 2.11 und das BIOS hat hier die Bezeichnung v1.130.

Die BIOS-Nummer, hier 1.130, gibt eine Art Entwicklungsstand an und deutet, umso höher sie ausfällt, Verbesserungen an. So existieren meines Wissens nach die folgenden BIOS-Versionen auf den PoFos: 1.030, 1.052, 1.072 & 1.130.
Die ersten drei Versionen, die im Laufe der Jahre entstanden, hatten diverse Fehler und brachten den PoFo oftmals zu Abstürzen und Datenverlusten. Deshalb haben die Entwickler des PoFos viermal das BIOS korrigiert und verbessert, damit diese Fehler weniger wurden.

Weil der Austausch des BIOS in jedem PoFo ein zu kostenspieliger Aufwand für den Hersteller wäre, wurdeden die Programme UPDATE.COM und PORTDIV.COM entwickelt, welche die jeweilige BIOS-Version der neuentwickelten anpassen sollten.

Trotzdem blieben dabei immer noch Probleme ungelöst, die man erst mit der BIOS-Version 1.130 richtig in den Griff bekam. Diese Version, die wohl die letzte sein dürfte, Atari hat ja die Produktion der PoFos mittlerweile eingestellt, scheint tatsächlich fehlerfrei zu sein.

Allerdings scheint es nur so, da einer meiner PoFos, der eben das BIOS 1.130 hat, trotzdem Probleme macht ! Es sind, und das sollte man nicht für möglich halten, die BIOS-Verbesserungsprogramme UPDATE.COM und PORTDIV.COM, die zu seltsamen Reaktionen dieses BIOS 1.130 führen.

So wurden bei mir mehrfach Texte in der Textverarbeitung vermischt, die nicht vermischt werden sollten. Ich gab zumindest keine Anweisung dazu. Ob dieses Problem nun an beiden oder nur an einem der o.g. Programme liegt, konnte ich bisher nicht eroieren.

Folgerichtig muß ich also in Zukunft die AUTOEXEC.BAT-Datei so gestalten, daß UPDATE.COM und PORTDIV.COM nur dann gestartet werden, wenn ich einen PoFo mit einer BIOS-Version unterhalb von 1.130 benutze. Gottlob ist es auch möglich, was ich mit den folgenden Batchdateien erledige:

AUTOEXEC.BAT:

@echo off
echo @echo off > bios.bat
ver >> bios.bat
bios



DIP.BAT:

@echo off
echo Dein PoFo hat das BIOS %4 !
if %4==v1.130 goto off
update
portdiv
:off
path=a:\
prompt$p$g

Und so funktioniert das ganze:
Die neue AUTOEXEC.BAT eröffnet eine Batchdatei namens BIOS.BAT und schreibt dort u.a. die Bildschirmausgabe des Befehls VER hinein. Anschließend ruft sie die Bachdatei BIOS.BAT auf, die sie ja gerade selbst erstellt hat.
In BIOS.BAT steht unter anderem die Meldung „DIP Operating System 2.11 v1.130 Copyright © DIP 1989“ drin.

Beim automatischen Aufruf von BIOS.BAT, wird ja von der neuen AUTOEXEC.BAT provoziert, stellt das DOS bald fest, das das Wort DIP kein Befehl ist. Es interpretiert dieses Wort daher als ein Programmname und versucht eine gleichnamige EXE-, COM- oder BAT-Datei zu starten. Erst wenn das DOS feststellt, das keine Datei mit den Namen DIP.EXE, DIP.COM oder DIP.BAT existiert, oder nicht gefunden wird, gibt es eine Fehlermeldung heraus: Befehl oder Programm nicht gefunden.

Da wir aber in diesem Fall auf die BIOS-Nummer angewiesen sind, erstellen wir uns vorher die DIP.BAT, die dann die eigentliche AUTOEXEC.BAT darstellt.
DOS findet also DIP.BAT und ruft es als Programm auf. Alles was hinter dem Wort DIP steht, wird als Parameter mit übergeben, folglich auch die gesuchte BIOS-Nummer, die dann dem Parameter %4 entspricht.

Jetzt kommt also DIP.BAT zum Zuge und gibt die BIOS-Nummer mit dem ECHO-Befehl auf den Schirm heraus. Die besagte Zeile dient nur zur Information des Betrachters und kann gerne weggelassen werden. Mit der Zeile IF %4==v1.130 goto off wird dann geprüft, ob die als Parameter %4 übergebene BIOS-Version tatsächlich der BIOS-Bezeichnung v1.130 entspricht. Ist es zureffend, so wird zur Marke :off gesprungen, ohne UPDATE.COM und PORTDIV.COM zu starten. Somit können die beiden Programme kein Unheil auf den PoFos mit BIOS 1.130 anrichten. Stimmt der Vergleich aber nicht, so werden zunächst die beiden besagten Programme aufgerufen und verbessern das BIOS.

Abschließend und das trifft in beiden Fällen zu, werden PATH und PROMPT auf die gewünschten Werte eingestellt. Natürlich muß die jeder von Euch auf seine eigenen Vorstellungen abändern !

Selbst wenn man nicht mit mehreren PoFos oder Memorycards arbeitet, sollte man die o.g. Batchdateien einsetzen, damit befreundete User, mit denen man Daten tauscht, keinen Schiffbruch erleiden müssen, weil sie „nur“ das BIOS v1.130 in ihrem PoFo haben !!!

Wer sich nicht diese Mühe macht, muß Datenverluste und Abstürze der 1.130-PoFos verantworten können !!!

Und wer will es sich schon mit seinen Kontakten verderben !?

Lars Aschenbach

hilfe/tipps/sonstiges/tipps/sonstiges/larsaschenbach/updatewenn.txt · Zuletzt geändert: 06/09/2006 00:09 (Externe Bearbeitung)