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hardware:3rd:drives:portwalk

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

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hardware:3rd:drives:portwalk [04/04/2006 00:04]
hardware:3rd:drives:portwalk [04/04/2006 16:04]
uxt formatierung
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 +====== PortWalk ======
  
 +===== Beschreibung =====
 +
 +Das Magnetband-Interface PortWalk ist eine Erweiterung, die die Übertragung und Speicherung von Daten vom Portfolio auf ein Magnetbandgerät (Walkman,Cassettenrecorder, Tonbandgerät, Diktaphon usw.) und wieder  zurück ermöglicht. 
 +Die gesamte erforderliche Elektronik ist  in einem Sub-D Stecker untergebracht der  mit der parallelen Schnittstelle und  einem Tonbandgerät o.ä. verbunden wird. 
 +
 +===== Funktion =====
 +{{ hardware:3rd:drives:portwalk.jpg?300}}
 +Die Übertragung funktioniert in MONO  oder STEREO, wobei die  Übertragungsgeschwindigkeit in zehn  Stufen gewählt werden kann (600 bis 4400  Baud). Die Ausgangsspannung des  Interface ist für den Mikrophon-Eingang  voreingestellt (also z.B. für einen  Walkman), wobei mit Hilfe der  zugehörigen Software die Erhöhung der  Spannung möglich ist (auf 280 mV). Den  Lautsprecher im Portfolio kann man zum  mithören benutzen, was die Orientierung  auf dem Band erleichtert aber nicht  gerade besonders angenehm zum Anhören  ist. 
 +
 +Die Daten werden beim Abspeichern auf  dem Band in Blöcke unterteilt. Bei der  Speicherung ist es möglich, jeden Block  mehrmals abzuspeichern was die  Datensicherheit bei eventuellen  Bandfehlern erhöht, da beim Lesen dann  der entprechende Reserveblock benutzt,  werden kann. 
 +
 +===== Die Software =====
 +
 +Für die Speicherung und  Wiederherstellung werden zwei Programme  benutzt: ST.EXE und LT.EXE\\
 +ST (Store-on-Tape) erlaubt folgende  Optionen:
 +
 +st [/options] file 
 +
 +^ Option ^ Beschreibung ^
 +| l | laud ( 280 mV output ] | 
 +| /e | echo | 
 +| /0-9 | save speed | 
 +| /b0-9 | nt of backups | 
 +| /m | mono | 
 +
 +==== /m ====
 +Die Daten werden  normalerweise in STEREO gespeichert.  Wenn Sie nur ein Mono-Magnetbandgerät haben oder nur in MONO aufzeichnen  wollen, geben Sie in die Befehlszeile : "st /m" ein. 
 +
 +==== /l ====
 +Die Ausgangsspannung von  PortWalk ist auf max. 28 mV  voreingestellt (dies ist die  Eingangsspannung für den Mikrofoneingang  des Magnetbandgeräts). Dieser Parameter  erhöht die Ausgangsspannung auf 280 mV  und wird benutzt beim Anschluß an den  Line-Eingang des Tonbandgeräts (falls  vorhanden). 
 +
 +==== /e ====
 +Zur besseren Orientierung  auf dem Band kann der eingebaute  Lautsprecher zum Abhören benutzt werden.  Normalerweise ist dieser aber  abgeschaltet. 
 +
 +==== /0-9 ====
 +kann mit  Übertragungsgeschwindigkeiten von 600  bis 2400 Baud die Daten speichern. Die  Geschwindigkeit kann dabei in zehn  Stufen einstellen. Der Parameter "/0"  stellt die minimale Geschwindigkeit 600  Baud ein, der Parameter "/9" stellt die  maximale Geschwindigkeit 2400 Baud ein.  Voreingestellt ist mit "/5" der  Mittelwert der einen guten Kompromiß  zwischen Tempo und Datensicherheit  darstellt. Da die maximal mögliche Geschwindigkeit  sehr stark von der Qualität der  verwendeten Hardware (also dem  Bandgerät) abhängt, sind eigene Versuche  mit unterschiedlichen Einstellungen  unumgänglich. 
 +
 +==== /b0-9 ====
 +Definiert die  Anzahl der Reserveblöcke die beim  Abspeichern angelegt werden.  Voreingestellt ist "/b1", also nach  einem Originalblock wird noch ein  Reserveblock gespeichert. Je größer der  Wert dieses Parameters ist, desto länger  dauert natürlich auch der  Speichervorgang. 
 +Um alle Dateien im aktuellen  Verzeichniss auf Band zu sichern kann  man direkt beim Aufruf von ST die bei  DOS üblichen Wildcards *.* eingeben. So würden mit dem Befehl 
 +
 +   st /l /e /8 /b2 *.* 
 +
 +alle Dateien aus dem aktuellen  Verzeichnis über den Line Eingang des  Tonbandgerätes in Stereo mit einer  Geschwindigkeit von 8 und zwei  Sicherungsblöcken auf Band gespeichert. 
 +Die Reihenfolge der Parameter in der  Befehlszeile ist dabei nicht  entscheidend. 
 +Bei einer Datensicherung  über den  Mikrofoneingang sollte man darauf achten  den Parameter "/l" nicht zu benutzen.  Durch die höhere Spannung könnte es  dabei zu Schäden am Eingang des  Tonbandgerätes kommen. Da viele tragbare Aufzeichnungsgeräte  nur über einen Monoeingang für das  Mikrofon verfügen, muß natürlich auch  der /m Parameter eingestellt sein.  Grundsätzlich sollte man immer versuchen  nach Möglichkeit in STEREO abzuspeichern  und für eine bessere Qualität bei der  Aufnahme (und damit eine bessere  Datensicherheit) den Line Eingang zu  benutzen. 
 +Um die Daten vom Band wieder zurück auf  den Portfolio zu bekommen wird das  Programm ST.EXE benötigt. Dieses  Programm hat folgende Parameter: 
 +/e   echo  zum Einschalten des  Lautsprechers /v   verify   für das Überprüfen der  Daten auf dem Band 
 +
 +Wenn Sie in der Befehlszeile nur "lt"  eingeben und RETURN drücken, wird im  Unterschied zum Speicherprogramm kein  Verzeichnis der Parameter angezeigt  sondern das Programm versucht sofort,  die Daten vom Bandgerät zu lesen. Die  Eingabe der Parameter in die  Befehlszeile ist ähnlich wie bei ST: 
 +   lt (/options) Dateiname 
 +
 +Wird keine bestimmte Datei gesucht  beginnt LT mit der "Rückführung" der  ersten Datei die es als vollständiges  Packet findet. Will man nur eine  Überprüfung der gespeicherten Daten  durchführen wir mit /v die VERIFY  Funktion aktiviert wobei keine Daten auf  den Portfolio zurückgespielt werden. Den  Parameter /v kann man somit auch zum  Auffinden bestimmter Dateien auf dem  Band benutzen. Hat man die gewünschte  Datei gefunden wird das Band gestoppt,  etwas zurückgespult und LT ohne  Parameter oder mit dem Namen der Datei  wieder getstartet.
 +Nach dem Anlaufen des Programms wartet  LT auf das Signal vom Magnetbandgerät.  Sobald auf dem Band ein Block gefunden  wird, erkennt das Programm zu welcher  Datei und zu welchem Block diese Daten  gehören. Auf dem Display erscheint dann  z.Bsp:
 +   found VERSUCH.DAT  48% 
 +Wird der erste Block einer Datei  gefunden erscheint zu Beginn des Lesens  die Meldung
 +   start loading
 +Außerdem erscheint noch die Meldung ob  das Lesen in MONO oder STEREO  durchgeführt wird und welcher Block  gerade eingelesen wird. Nach  erfolgreicher Beendigung der Übertragung  wird gemeldt:
 +   load complete
 +Um den Lesevorgang zu beenden wird (ESC)  und danach (Return) gedrückt. Alle dann  noch nicht vollständigen Datenblöcke  werden dabei vom Programm gelöscht,  damit es nicht durch eine unvollständige  Programmdatei beim Aufruf zu einem  Absturz des Portfolios kommt. Sollte ein fehlerhafter Block auf dem  Band entdeckt werden, der sich nicht  mehr zum Einlesen eignet, wird folgende  Meldung ausgegeben:
 +   tape error
 +Das Lesen wird unterbrochen und es wird  der Anfang der nächsten Datei gesucht. 
 +LT ermittelt die Speichergeschwindigkeit selbst. Es ist in der Lage sogar höhere  Geschwindigkeiten zu bewältigen, als das  Programm ST.EXE mit der maximal  einstellbaren  Übertragungsgeschwindigkeit generieren  kann. Auf qualitativ hochwertigen Magnetbandgeräten kann man also die  Daten mit der maximalen Geschwindigkeit  /9 speichern und diese dann mit LT so  lesen, daß man das Magnetbandgerät auf  schnellere Wiedergabe (FAST  PLAYBACK)umschaltet. Die Geschwindigkeit  des Bandes erhöht sich und es wird  entsprechend schneller gelesen. Dadurch  ist das Lesen der Dateien (besonders in  STEREO) in wenigen Sekunden erledigt. 
 +
 +Wenn man Daten von einem Walkman oder  einem anderen Magnetbandgerät über den  Kopfhörerausgang in den Portfolio laden  möchte sollte man die Lautstärke  ungefähr auf 70%  stellen. Wenn die  Übertragung gar nicht oder nur  unzuverlässig funktioniert muß mit der  Lautstärkeeinstellung solange  experimentiert werden bis eine  fehlerfreie Übertragung möglich ist. Überhaupt ist es unabdingbar, mit der  verwendeten Gerätekombination  Testspeicherungen vorzunehmen bis eine  optimale Einstellung auf das Bandgerät  erreicht ist. 
 +
 +===== Fazit =====
 +
 +Ich habe bei meiner Arbeit mit dem  PortWalk die besten Erfahrungen mit  folgender Kombination gemacht. Zum Speichern der Daten habe ich das  Tapedeck meiner Stereoanlage verwendet,  wodurch sich eine optimale Aussteuerung  und Geschwindigkeit beim Speichern  erzielen läßt. Um die Daten, auch  unterwegs, schnell wieder auf den  Portfolio zu bekomen hat ein WalkMan  immer sehr gute Dienste geleistet. Das  es auch noch komfortabler geht habe ich  auf der MultiKom Messe in Ulm gesehen.  Ein Portfolio Freund der uns am Stand  des PCD besuchte, hatte seinen Portfolio  mit dem PortWalk an einen MiniDisc  Recorder angeschlossen. Durch die  Speicherung der Daten als digitales  Signal war ein Auffinden bestimmter  Dateien auf der Disc in Rekordzeit  erledigt. Leider sind diese kleinen CD  Recorder aber unverhältnismäßig teuer,  weshalb eine Anschaffung speziell zum  Zwecke der Datensicherung wohl nicht in  Betracht kommt. Wer aber solch ein Gerät  bereits besitzt sollte sich über die  Anschaffung eines PortWalks einmal  nähere Gedanken machen. 
 +
 +Wolf­Theo Holl 11/96
 +
 + --- //[[michael.schroeder@portfolioclub.de|Michael Schröder]] 20/12/2005 22:55//
hardware/3rd/drives/portwalk.txt · Zuletzt geändert: 04/04/2006 00:04 (Externe Bearbeitung)